Brille und Brillengläser.

Fast jed­er von uns begin­nt früher oder später eine Brille zu benutzen. Die Erfind­ung der Brille gilt als eine der größten Erfind­un­gen der Men­schheit. Die Brille erschien erst spät — im Mit­te­lal­ter. Als Meis­ter­handw­erk­er lern­ten, hochw­er­tiges, trans­par­entes Glas herzustellen. Sie erkan­nten auch die Eigen­schaften von Lin­sen.

Brille und Brillengläser

Lin­sen sind speziell behan­delte Vor­rich­tun­gen aus trans­par­entem homo­gen­em Mate­r­i­al. Es gibt Lin­sen und Brillen bei denen eine Ober­fläche flach und die andere kugelför­mig ist. Es ist bekan­nt dass Licht­strahlen die durch eine Linse gehen gebrochen wer­den und ihre Rich­tung ändern. Darüber hin­aus tritt die Brechung des Strahls zweimal auf. Das erste Mal am Ein­gang und das zweite am Aus­gang. Linse, deren Mitte dick­er ist als die Kan­ten, sam­melt Licht in einem Punkt. Man nen­nt es Sam­meln. Lin­sen, deren Mitte dün­ner als die Kan­ten ist, streuen Licht und wer­den als dif­fundierend beze­ich­net.

Alte Lin­sen wur­den meis­tens aus Beryll, Quarz und Bergkristall hergestellt. So wurde in den Ruinen eines antiken Palastes auf Kre­ta eine Kristal­llinse ent­deckt, deren Her­stel­lungszeit 1600 v. Chr. Zugeschrieben wird. Das Alter der bei der Aus­grabung von Tro­ja gefun­de­nen Lin­sen reicht bis etwa 2500 v.Chr. Viele Objek­tive wur­den bei Aus­grabun­gen in Griechen­land, Ital­ien und Ägypten gefun­den. In Mesopotamien wur­den die ersten Glaslin­sen gefun­den. Deren unge­fähres Alter zu den V-IV Jahrhun­derten v. Chr. gehört. Später wur­den Lin­sen zunehmend aus Glas gefer­tigt.

Brille und Brillengläser

Schon in der Antike wusste man, dass Objek­tive Bilder und Objek­te ver­größern kön­nen. In der Antike wird jedoch nicht erwäh­nt, dass Lin­sen als optis­ches Instru­ment ver­wen­det wur­den, um beispiel­sweise Sehfehler zu kor­rigieren oder als Lupe. Zu den Haupt­funk­tio­nen der Lin­sen gehörten: die Ansamm­lung ther­mis­ch­er Energie der Son­nen­strahlen. Auch zum ver­größern von kleinen Objek­ten und die Annäherung ent­fer­n­ter Objek­te aber nicht die Kor­rek­tur von Sehfehlern.

Es gibt Hin­weise darauf, dass es im antiken Griechen­land Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. eine bekan­nte Meth­ode gab, mit Hil­fe von Son­nen­strahlen und Glas mit ein­er kon­vex­en Ober­fläche, alten Gläsern oder einem sorgfältig polierten Stück durch­sichti­gen Stein Feuer zu erzeu­gen. Bei Aus­grabun­gen durch Archäolo­gen wur­den Lin­sen ent­deckt, deren Zweck ein Rät­sel bleibt, vielle­icht wur­den sie als Schmuck­stücke ver­wen­det.

Die in Ägypten gefun­de­nen Kristal­llinsen aus etwa III-II Jahrtausenden v. Chr. wur­den als einge­set­zte Augen in Stat­uen ver­wen­det. Darüber hin­aus waren die Form und die optis­chen Qual­itäten eines solchen Auges real­ität­snah. Die bei Aus­grabun­gen in Griechen­land gefun­de­nen Minia­ture­del­steine ​​weisen darauf hin, dass die Lin­sen viel früher als Ver­größerungs­glas ver­wen­det wur­den, als die Beweise, die uns über die Ver­größerungswirkung der Lin­sen erre­icht­en. Es wird ver­mutet, dass die Lin­sen, die bei den Aus­grabun­gen des leg­endären Tro­ja gefun­den wur­den, zur Sichtko­r­rek­tur ver­wen­det wur­den.

Der römis­che His­torik­er des ersten Jahrhun­derts, Pliny, erwäh­nt eine Linse aus Smaragd, mit der der unter Kurzsichtigkeit lei­dende Kaiser Nero Glad­i­a­torenkämpfe beobachtete. Es war eine Art Brille. Einige His­torik­er glauben, dass die Brille im 7. bis 9. Jahrhun­dert von den Chi­ne­sen erfun­den wurde, basierend auf den Abbil­dun­gen auf alten Zeich­nun­gen. Es wird ver­mutet, dass die Brille vom Mönch Alessan­dro Spina Frag­ment der Fresken der Kirche von Tre­vi­soili Salvi­no D’Armaté am Ende des 13. Jahrhun­derts in Ital­ien erfun­den wurde.

   Brille und BrillengläserDie ersten doku­men­tarischen Beweise für das Vorhan­den sein von Brillen wur­den 1289 veröf­fentlicht, und das erste Bild der Brille wurde auf einem Wand­bild gefun­den, das 1352 in der Kirche von Tre­vi­so gemalt wurde. Im 13. Jahrhun­dert waren in Ital­ien die erfahren­sten Meis­ter der Her­stel­lung, des Schleifens und Polierens von Glaspro­duk­ten die erfahren­sten. Venezian­is­che Meis­ter und ihr venezian­is­ches Glas waren beson­ders berühmt. Bei der ständi­gen Bear­beitung von Glasober­flächen bemerk­ten die Meis­ter die optis­chen Eigen­schaften des Glases.

Eines Tages kam der Meis­ter aus Flo­renz Salvi­no Armati auf eine Idee, zwei Lin­sen in einem Rah­men zu kom­binieren. Es glät­tete Sehfehler. Seine Erfind­ung ver­bre­it­ete sich und ermöglichte es ihm, seine erste Bril­len­pro­duk­tion zu arrang­ieren.

Die erste Brille kor­rigierte den Weit­sichtigkeits­de­fekt, da in sie kon­vexe Sam­mellinsen einge­set­zt wur­den. Erst im 16. Jahrhun­dert wurde fest­gestellt, dass Brillen mit Streulin­sen den Defekt von Kurzsichtigkeit kor­rigieren kön­nen.

Brille Antike

Der Rah­men für die Brille bestand übri­gens aus Holz, Knochen und Met­all. Die Brille hat­te keine Bögen, kon­nte nicht auf das Gesicht einge­set­zt wer­den, sie wurde vor Augen in den Hän­den gehal­ten. Im 16. Jahrhun­dert erschien ein Met­all­ring, das an der Stirn befes­tigt war, und Lin­sen wur­den an die Augen abge­senkt. Dann erschien ein Zwick­er. Später wur­den die Gläs­er mit ein­er Schnur oder einem Band am Kopf befes­tigt.

 

 

 

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